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Definition modulare und massive Tresorräume / Wertschutzräume / Panzerräume und Tresorraumtüren
von Widerstandsgrad / Stufe / Klasse 1 / I  bis  13 / XIII KB EX nach EN 1143-1
und Erklärungen zur alten Normen nach RAL-RG

Wertschutzraum / Tresorraum / Panzerraum (engl. strongroom)

Behältnis, das seinen Inhalt gegen Einbruchdiebstahl schützen soll und dessen Wandinnseitenlängen im geschlossenen Zustand jeweils länger als 1 Meter sein müssen. Sind die Wandinnenseitenlängen jeweils kürzer als 1 Meter spricht man von einem Wertschutzschrank.

Sicherheitsrelevante Zertifizierungen und Versicherungssummen nach EN 1143-1

(Es handelt sich hierbei um unverbindliche Richtwerte, die je nach Versicherung variieren können - bitte fragen Sie Ihre Versicherung.)

Empfohlene Versicherungssummen in Deutschland Wertschutzräume und Wertschutzraumtüren
 
Widerstandsgrad
nach EN 1143-1

ECB-S / VdS zertifiziert
Widerstandswert
für den Vollzugriff
(Resitance Units)
(RU)
Widerstand (optional)
gegen Kernbohrwerkzeug

(Resitance Units)
(RU)
Empfohlene Versicherungssummen
( EMA: VdS-anerkannte
Einbruchmeldeanlage)
ohne EMA
mit EMA
1 I 50 - 20.000 40.000
3 III 120 - 100.000 200.000
4 IV 180 - 150.000 300.000
5 V / V EX 270 - 250.000 500.000
6 VI / VI EX 400 - 375.000 750.000
7 VII / VII EX 600 - 500.000 1.000.000
8 VIII / VIII EX 825 - 750.000 1.500.000
9 IX / IX EX 1.050 - 1.000.000 3.000.000
9 KB IX KB / IX KB EX 1.050 10.000 1.000.000 4.000.000
10 X / X EX 1.350 - 1.000.000 4.000.000
10 KB X KB / X KB EX 1.350 10.000 1.000.000 5.000.000
11 XI / XI EX 2.000 - 1.000.000 5.000.000
11 KB XI KB / XI KB EX 2.000 10.000 1.000.000 7.500.000
12 XII / XII EX 3.000 - 1.000.000 7.500.000
12 KB XII KB / XII KB EX 3.000 10.000 1.000.000 10.000.000
13 XIII / XIII EX 4500 - 1.000.000 10.000.000
13 KB XIII KB / XIII KB EX 4500 10.000 1.000.000 > 10.000.000

Erklärungen

  • KB: zusätzlicher Schutz gegen Angriffe mit dem Kernbohrgerät
  • EX: zusätzlicher Schutz gegen Angriffe mit Sprengstoff
  • RU (Resistance Units): Der Widerstandswert von Wertbehältnissen wird in Resistance Units (RU) angegeben (im Bezug auf Einbruchversuche). Dieser Wert bezieht sich bei Wertschutzräumen immer auf den sogenannten Vollzugriff. Dies beschreibt ein Öffnen der Tresorraumtür oder das Einbringen einer großen Öffnung, die einer Person das Hindurchsteigen ermöglicht.

Informationen zu alten Normen nach z.B. RAL-RG

Heutige Wertschutzräume sind nach EN 1143-1 zertifiziert. Vor Inkrafttreten der EN-Norm wurden Wertschutzräume unter anderem nach Bauvorschriften der FuP (Forschungs und Prüfgemeinschaft Geldschränke und Tresoranlagen e.V.) errichtet. Nachfolgend werden zur leichteren Verständlichkeit die damals definierten Begriffe für Räume aufgelistet.

  • KLEINTRESORRAUM:
    Bei einem Kleintresorraum handelt es sich um einen gegen Einbruch geschützen Raum, der ausschließlich in Massivbauweise nach den Empfehlungen der FuP vor Ort errichtet wurde und mit einer geprüften Tresortür nach RAL-RG 622 (Sicherheitsstufe LT0) verschlossen wird.
  • TRESORRAUM
    Ein Tresorraum ist ebenfalls ein gegen Einbruch geschützter Raum, der ebenfalls mit einer geprüften Tresortür verschlossen wird. Er ist in folgenden Ausführungen verfügbar:
    -RAL-RG 622 (Sicherheitsstufe LT0) Kleintresorraum
    -RAL-RG 622/1 (Sicherheitsstufe LT1, LT1KB)
    -RAL-RG 623/10 (Sicherheitsstufe LT10, T10KB, T10EX, T10KBEX)
    -RAL-RG 624/20 (Sicherheitsstufe T20, T20KB, T20EX, T20KBEX)
  • PANZERRAUM
    Ein Panzerraum ist ein geschützter Raum gegen Einbruch, der unter Verwendung vorgefertigter Bauteile vor Ort zu einer selbstständigen Konstruktion und mit einer geprüften Panzerraumtür verschlossen wird. Die vorgefertigten Bauteile, Montageelemente sowie die Panzerraumtür müssen den Anforderungen nach RAL-RG 625/5 entsprechen.
    Geschützte Räume gegen Einbruch gibt es in Massivbauweise, Modulbauweise (vorgefertigte Bauteile) oder in Mischbauweise (Kombination aus Massivbauweise und Modulbauweise.)

Zertifizierung nach EN 1090

DIN EN 1090 ZertifizierungBei der zertifizierten Montage eines Stahltragwerks - hier produktspezifisch Wertschutzraum oder Tresorraum in modularer Bauweise (d.h. Stahlträger und -stüzen, sowie Wand- und Deckenelemente und Wandelemente mit statischer Trägerfunktion), wenn der Tresorraum vor Ort durch Schweissen zusammengefügt wird - muss der Errichter (die Montagefirma) eine Leistungserklärung nach EN 1090 abgeben.

Die europäische DIN EN 1090 regelt den Konformitätsnachweis, die werkseigene Produktionskontrolle, die Herstellerzertifizierung und die CE-Kennzeichnung für tragende Stahl- und Aluminiumbauteile, die als Bauprodukte in Verkehr gebracht werden - Vorraussetzung für das Bauen im bauaufsichtlichen Bereich.

Was ist die EN 1090 und weshalb muß ein Stahl- oder Metallbaubetrieb oder auch nur ein Montagebetrieb für Tresorräume diese haben?

Ab dem 1. Juli 2014 ist die europäische Normenreihe DIN EN 1090ff als verbindliches Regelwerk für jeden Betrieb, der Bauprodukte herstellt und in Deutschland oder in der EU in Verkehr bringt, anzuwenden. Der bauaufsichtliche Bereich umfasst alle tragenden und sichernden Bauprodukte.

Das gilt genauso für Treppen, Geländer, Balkone und Wintergärten wie auch für Hallen und sonstige Konstruktionen aus Stahl und Aluminium.
Die neue Norm DIN EN 1090ff regelt die Ausführung von Stahl- und Aluminiumtragwerken und ersetzt die Herstellerqualifikation nach der DIN 18800 Teil 7 (für Stahl) bzw. DIN V 4113 Teil 3 (für Aluminium) - früher umgangssprachlich "kleiner und grosser Eignungsnachweis" genannt.
Die Bauprodukte werden danach in Ausführungsklassen (engl.: execution class EXC) eingeteilt. Diese steigen von einfachen Bauteilen der EXC 1 bis zu hochsicherheitsrelevanten Bauteilen der EXC 4. Mit den Ausführungsklassen steigen auch die Anforderungen an die Hersteller bezüglich Personal und Organisation.
Zentrale Forderung der DIN EN 1090 Teil 1 ist die Einführung der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) im Betrieb, die durch eine notifizierte Stelle überprüft und zertifiziert werden muss. Im Teil 2 der Norm sind die technischen Regeln für die Ausführung von Stahltragwerken festgelegt und im dritten Teil diejenigen für Aluminiumtragwerke.
Für Metallbaubetriebe, die früher die Herstellerqualifikation Klasse B oder C (nach DIN 18800-7) hatten, ist nun in der Regel die Ausführungsklasse EXC 2 erforderlich. Aber auch Betriebe, die bisher Schweißkonstruktionen nach Klasse A hergestellt haben, müssen nun ebenfalls ihre WPK nach EXC 1 zertifizieren lassen.

Zertifizierung nach EN 3834

Die DIN EN ISO 3834 (Schweißqualitätsnorm) legt die Anforderungen an einen Schweißfachbetrieb fest und regelt die Grundsätze zur Qualitätssicherung geschweißter Produkte. Die DIN 3834 ist Bestandteil der Zertifizierung nach EN 1090.
Clavis Deutschland GmbH sichert damit im Bereich Wertschutzraum / Tresorraum in modularer Bauweise (Verschweißen von Stahlträgern und -stützen sowie Wand- und Deckenelementen) die Erfüllung von schweißtechnischen Qualitätsanforderungen.